Danke, Infineon!
Eingestellt von Teamchef am 24.11.2005 um 17:02



Im Namen von Evgenija, Elena, Falko und Felix bedanke ich mich herzlich bei der Geschäftsleitung und allen Mitarbeitern von Infineon Technologies Dresden für die großzügige Unterstützung und Förderung unseres Schachnachwuchses.

Wir blicken auf Jahre einer wirklich sehr guten Zusammenarbeit zurück, in denen das Infineon-Schach-Juniorteam außergewöhnliche Leistungssteigerungen hervorbrachte und sowohl regional, bundesweit und international mit beachtlichen Erfolgen überzeugte:
2003:
- Evgenija wird überraschend Vizeeuropameisterin U14w in Peniscola (Spanien)
- Elena wird EU-Meisterin der U12w und Evgenija holt die Silbermedaille in Graz
- Falko wird jüngster C-Kader des DSB aller Zeiten
2004:
- bei der Damen (!) Europameisterschaft wird Elena Beste U2100, Evgenija belegt
den zweiten Platz in der U2200 und erkämpft den Titel Internationale Meisterin
- Falko wird zum wiederholten Male bester Deutscher bei der WM mit einer Top-Ten-Platzierung (8.)
2005:
- jedes ISJ-Mitglied wird Deutscher Einzelmeister (also dreimal Gold!)
- Elena holt Silber bei der EU-Meisterschaft U14w und wird als beste Deutsche 5. der WM
- Felix wird als bester Deutscher 6. bei der Europameisterschaft in Herceg Novi

Wir sagen mit berechtigtem Stolz, dass das Konzept des Infineon-Schach-Juniorteams Dresden – die intensive Förderung der Talente im Zusammenspiel der Trainer, des Sportgymnasiums, des Elterhauses und des sportlichen Umfeldes – dank der großzügigen Unterstützung von Infineon Technologies Dresden in vollem Umfang zum Erfolg geführt hat. Unsere Teammitglieder haben dies nicht zuletzt eindrucksvoll mit ihren Erfolgen auf nationaler und internationaler Bühne nachdrücklich unter Beweis gestellt.

Nun, am Ende unserer Partnerschaft, stehen vier junge, vielversprechende Schachtalente, die sich noch viel vorgenommen haben. Sie sind schachsportlich ausgezeichnet ausgerüstet, um die Erfolgsstory weiter zu schreiben. Dafür ein herzliches Danke!

Dr. Dirk Jordan
Teamchef
( 9556 Kommentare | Druckerfreundliche Version anzeigen Diesen Artikel weiterempfehlen )




Falko erreicht endlich die zweite Norm
Eingestellt von Teamchef am 04.10.2005 um 11:50

Ein weiterer Schritt zum Titel "Internationaler Meister"

Im gegenwärtig stattfindenden Großmeisterturnier in Alushta auf der Krim gelang dem Zittauer Falko Bindrich, Schüler des Christian-Weise-Gymnasiums, ein weiterer Schritt auf dem Weg zum Titel „Internationaler Meister“. Im 14er Feld starker ausländischer Titelträger erkämpfte Falko die zweite Norm bereits nach neun Runden. Zur Verleihung des Titels durch die Schachföderation FIDE benötigt jeder Schachspieler insgesamt drei Normen. Besiegt wurden die Internationalen Meister Alexey Alexeev (Ukraine) und Boris Pimonenko (Russland). Weitere sechs heiß umkämpfte Unentschieden, aus denen vor allem die gegen die starken russischen Großmeister Vladimir Belikov und Viacheslav Zakhartsov noch herausragten, sichern Falko im noch laufenden Turnier mit bisher fünf Punkten den sechsten Platz. Alle seine dreizehn Gegner haben im Durchschnitt eine ELO-Wertzahl von 2430. Die nächste Möglichkeit eine Norm zu erfüllen, besteht bei der offenen internationalen bayrischen Meisterschaft Ende des Monats.

Oswald Bindrich, Referent Leistungssport
( 15446 Kommentare | Druckerfreundliche Version anzeigen Diesen Artikel weiterempfehlen )




Felix mit tollem 6. Platz bei der Europameisterschaft U10-U18
Eingestellt von Teamchef am 04.10.2005 um 11:35



Herceg Novi / Serbien-Montenegro (13.-23.9.05) - Ein Rückblick


li. das Plaza Hotel in Herceg Novi, re. die begehrten Pokale

Felix erspielte sich mit diesem 6. Platz bei der Europameisterschaft seinem ersten wirklich großen internationalen Erfolg. Er war damit einziger Deutscher der sich unter den TOP-Ten seiner Altersklasse platzieren konnte.

Die Gegnerschaft war schwer und nicht auszurechnen. Hier kommt in der Altersklasse der unter 12-jährigen klar zum Tragen, dass die meisten Spieler noch nicht allzu oft international aufgetreten sind und dass deshalb ihre ELO-Zahlen wenig representativ sind. Somit ist jeder Gegner sehr ernst zu nehmen und schwer einzuschätzen.

Mit den erzielten 6,5 Punkten aus 9 Partien (stets in der Spitze mitkämpfend) kann Felix und können seine Trainer wirklich zu frieden sein.



In der Auswertung resümiert der Bundesnachwuchstrainer Bernd Vökler:
„Das Glanzstück lieferte Felix Graf in der U12 mit Platz 6. Besonders schmerzlich die unnötige Niederlage in Runde 4 gegen den späteren Zweiten!“

Lassen wir abschließend mit ein paar Eindrücke einer weiteren Dresdnerin, Marias Schöne [18] die Atmosphäre einfangen:
„Am Montag, den 12.9., traf sich die deutsche Delegation, bestehend aus 13 Spielern, vier Trainern, drei Müttern und einem Vater, 18 Uhr am Nürnberger Hauptbahnhof, um mit dem Bus zur diesjährigen Jugend-Europameisterschaft aufzubrechen.
Die Busfahrt, welche uns über Österreich, Slowenien und Kroatien nach Montenegro führte, wurde versucht, mit DVD-Schauen (u.a. Mr. & Mrs. Smith oder Traumschiff Surprise) sowie Skat- und Doppelkopf-Sessions zu überstehen. Der Versuch zu schlafen, scheiterte bei vielen: zum einen können manche Menschen im Bus einfach nicht schlafen und zum anderen machten wir alle zwei Stunden eine Pause, die immer durch's Mikrofon angesagt wurde.

Am 13.9. kamen wir schließlich gegen 15 Uhr in unserem Hotel namens Plaza an. Nach dem anschließenden Fotoshooting für unsere "EM-Ausweise" (welche nach 21 Stunden Fahrt nicht wirklich toll aussahen) und einem verspäteten Mittagessen bezogen wir unsere Zimmer und legten uns bis zum Abendessen bzw. der Eröffnungszeremonie schlafen. Die Nächte in unserer neuen Umgebung waren gewöhnungsbedürftig: von irgendwoher tönte stets laute serbische Volksmusik, welche man auch bei geschlossenem Fenster hörte und es dauerte einige Nächte, bis wir uns daran gewöhnt hatten.

Die erste Runde begann am 14.9. wie angekündigt 16 Uhr und auch an den anderen Tagen wurden die Partien immer pünktlich 15 Uhr begonnen. Auch bei dieser EM gab es die üblichen Zwischenfälle: ab und zu ein Handyklingeln, was mit sofortigem Partieverlust bestraft wurde. Nach zehn Minuten mussten alle Zuschauer den jeweiligen Spielsaal verlassen, was die Schiedsrichter auch relativ streng überwachten; nur der "head of delegation" (in unserem Falle Bernd Vökler) durfte die ganze Zeit nach den Partien schauen.
Noch ein paar allgemeine Worte zu Wetter & Essen: die Regentage konnte man locker an einer Hand abzählen und es war mitunter so heiß, dass manche deutsche Spieler mit T-Shirt im Meer badeten, damit sie sich keinen Sonnenbrand holten. Das Buffet hatte eine große Auswahl zu bieten und wenn man vom Obst, dem Eis oder den verschiedenen Fleischsorten genug hatte, gab es im Notfall immer Pommes und Spaghetti. Die Quote der Bauchkrämpfe oder anderer körperlicher Leiden z.B. aufgrund des Leitungswassers, was es immer beim Essen und während den Runden gab, war ziemlich gering bzw. anders ausgedrückt: man gewöhnte sich mit der Zeit an die Verdauungsstörungen; jedenfalls musste diesmal kein Arzt aufgesucht werden.
Zusammenfassend kann man sagen, dass wir alle die knapp zwei Wochen in Montenegro genossen haben; manch Deutscher gab auch offen zu, dass er traurig sei, dass es schon wieder nach Hause ginge. Mit unserer diesmal recht kleinen, überschaubaren deutschen Delegation (z.B. im Gegensatz zu den Russen mit 75 Spielern) war es ein schönes Erlebnis, an das wir uns gern zurück erinnern.“

Dr. Dirk Jordan
( 2353 Kommentare | Druckerfreundliche Version anzeigen Diesen Artikel weiterempfehlen )


nächste Seite

easynews1.6.1 | (c)opyright 2002 by easyscripts